Archiv der Kategorie 'Material'

Die Brandenburgische Stadterneuerungsgesellschaft mbH

Die Bau- und Sanierungsfirma Brandenburgische Stadterneuerungsgesellschaft mbH (BSG) ist in Berlin bereits Träger des Quartiersmanagments in 17 Kiezen. Alle QM-Büros sind als Vorortbüro der Sanierungsfirma organisiert und unterstehen damit der Hauptzentrale in Potsdam. Dementsprechend sind selten soziale Akteure aus den Bezirken in verantwortlicher Position installiert worden, sondern im weitesten Sinne Menschen und Institutionen ohne soziale Erfahrung. Wie im QM Schillerpromenande leiten das QM Architekt_innen, Bauingeniere, Manager_innen und andere immobilien- und bauaffine Menschen. Artikel von Analyse Kritik Aktion (mehr…)

Task Force Okerstraße II

Zur Geschichte der Task Force Okerstraße und seinen Hintergründen erschien im Ende März diesen Jahres ein interessanter Artikel auf dem Blog Das Gemeine Wesen. Darin wird der Zusammenhang zwischen Buschkowskys Ideen von der „sozialen Kontrolle“, die in erster Linie Überwachung und Repression für marginalisierte Menschen bedeutet. Wir dokumentieren hiermit den Artikel und verweisen damit auf den Zusammenhang der europaweiten Diskriminierung einkommensschwacher Menschen und dem vernetzten Angriff auf ihre Existenz. (mehr…)

Task Force Okerstraße

Im März 2009 formuliert Kerstin Schmiedeknecht, die Chefin des Quartiersmanagments Schillerpromenade und Angestellte der Potsdamer Baufirma Brandenburgischen Stadterneuerungsgesellschaft mbH, das Papier „TFO – Task Force Okerstraße Strategeiekonzept“. Darin werden bestimmte ethnische und soziale Gruppen als „Problem“ stigmatisiert und ein vernetzter Ansatz zur Vertreibung der Betroffenen skizziert. Vor allem Trinker_innen, osteuropäische Saisonarbeiter_innen und Roma sollten verschwinden. Auf dem Blog der Initiative Tempelhof für alle! gibt es eine Sammlung von Texten zu diesem Thema. Exemplarisch veröffentlichen wir hier einen älteren Text von Analyse Kritik Aktion aus dem August 2009. (mehr…)

Flyer, Banner und Button

Nachdem heute der Aufruf zur kritischen Intervention bei Wowereit’s Kiezspaziergang durch Nord-Neukölln veröffentlicht wurde, gibt es nun auch Material zum Ausdrucken und Verlinken. Auf der Material-Seite steht der Flyer, das Banner und der Button in verschiedenen Größen zum download oder zur Verlinkung bereit. Bedient euch und sorgt dafür, daß Klaus Wowereit seinen Kiezspaziergang durch Nord-Neukölln nicht vergessen wird!

Aufruf

Am 18. September finden Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin und zu den Bezirksverordnetenversammlungen statt. Seit Wochen inszenieren sich die aussichtsreichsten Parteien vor allem als volksnah und aktionistisch. Das Walhlkampfspektakel verklebt die Bezirke. Neukölln blieb bislang von öffentlichen Veranstaltungen weitestgehend verschont. Am 31. August soll sich das ändern. Der seit Jahren phrasendreschende Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit kommt im Rahmen von „Klaus im Kiez“ nach Neukölln und will die Neuköllner_innen für sich gewinnen.

Nach circa 10 Jahren der Imagekampagne für ein anderes Neukölln, ist der Bezirk nun mehr aufgewertet. Er zieht zunehmend bürgerliche Kreise an. Die Mieten steigen massiv. Die stille Vertreibung marginalisierter Menschen aus den Quartieren schreitet voran. Auf der anderen Seite eröffnen immer neue urban spaces, Kunsträume, Galerien, Lounges, (Student_innen-) Cafes und vermeintlich hippe Kneipen. Die Karawane der anti-sozialen Gentrifizierer_innen hat Neukölln erreicht und sich häuslich eingerichtet. Immobilienhändler_innen und Investmentunternehmen füllen ihre Portfolios. Abgesicherte bürgerliche Bohemians fühlen sich wohl.

Dies ist das Ergebnis einer Politik, die nur mit der Unterstützung des rot-roten Senats möglich war. Klaus Wowereit, seine Parteigenoss_innen in den Bezirken, seine Koalitionspartner_innen der Linkspartei und konzeptlose Grüne – die irrelevanten Konservativen mal ausgenommen – sind verantwortlich für die Privatisierung des Öffentlichen Raumes, den Verkauf städtischen Wohneigentums und Baulands, der forcierten Verdrängung marginalisierter Menschen aus den Innenstadtbezirken und der Räumung selbstverwalteter Kultur- und Wohnprojekte.

Wir rufen alle Neuköllner_innen, alle engagierten Berliner_innen, alle nonkonformistischen Menschen und autonomen Chaot_innen auf den Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit bei seinem Spaziergang durch den Kiez zu begleiten. Nutzen wir den Mittwoch vor der großen Mietenstopp-Demo, die am 3. September am Hermannplatz startet, um die Inszenierung einer vermeintlichen Volksnähe zu stören. Sagen wir Wowereit, was wir von der sozialchauvinistischen Politik des rot-roten Schweinesenats und der Bezirke halten. Zeigen wir ihm, wie wütend wir sind! Es reicht schon lange!

31. August, Platz der Stadt Hof – 16 Uhr
Wahlkampfspektakel durchbrechen!
Klaus aus dem Kiez jagen!

Und am

3. September, Hermannplatz – 14 Uhr
Jetzt reicht’s! Mietenstopp-Demo
mietenstopp.blogsport.de

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