ausderklaus http://ausderklaus.blogsport.de Thu, 01 Sep 2011 10:24:55 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Proteste gegen Wowereit in Nord-Neukölln http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/31/proteste-gegen-wowereit-in-nord-neukoelln/ http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/31/proteste-gegen-wowereit-in-nord-neukoelln/#comments Wed, 31 Aug 2011 18:21:46 +0000 neuköllner_innen Berichte Presse http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/31/proteste-gegen-wowereit-in-nord-neukoelln/ + + U P D A T E + + Tagesspiegel, 31. August 2011 Am Mittwochnachmittag trat Klaus Wowereit in der Karl-Marx-Straße in Neukölln auf. Die linke Szene hatte zuvor dazu aufgerufen, dem Regierenden „die Tour zu vermiesen“. Doch der blieb cool.

Er kam mit Heinz-Buschkowsky-Shirt auf die Bühne, die anwesenden Demonstranten blieben zunächst ruhig. Am späten Mittwochnachmittag trat Klaus Wowereit in der Karl-Marx-Straße in Neukölln auf – und obwohl im Internet Störversuche angekündigt waren, hatte der Regierende Bürgermeister erstmal keinen Grund zur Sorge. Hier eine Gruppe von zehn Protestlern, dort eine Frau mit Transparent. „Die verdammte Miete ist zu hoch“, war darauf zu lesen.

Auch viele Polizisten waren am Mittwoch in der Karl-Marx-Straße präsent, einige uniformiert, andere in Zivil. Die Ankündigungen in der linken Szene waren vor Beginn der „Kieztour“ des Regierenden Bürgermeisters durch Neukölln deutlich gewesen: Bislang sei die Wahlkampftour von Klaus Wowereit ungestört verlaufen, doch „dies könnte sich bei den folgenden Terminen ändern.

Spätestens in Neukölln wird Protest nicht ausbleiben“, hieß es vergangene Woche auf „Indymedia“, einem linken Internetportal. Auch auf anderen Webseiten hatte die linke Szene massiv dazu aufgerufen, Wowereit „die Tour zu vermiesen“.

Die Polizei war also vorgewarnt. Am Mittwochnachmittag sprach sie schon lange vor Wowereits Erscheinen gezielt Personen vor Ort an, die sie als mögliche Demonstranten einschätzte – und wies darauf hin, dass Störmanöver zu einer Anzeige führen könnten.

Mit 500 Teilnehmern hatte die SPD im Vorfeld ihrer Veranstaltung gerechnet. Eine Gegendemonstration war bei der Polizei nicht angemeldet, was die Lage für die Sicherheitskräfte unvorhersehbar machte. Die linke Szene wolle die Chance nutzen, vor der großen Mietenstopp-Demonstration am 3. September am Hermannplatz Klaus Wowereits „Inszenierung einer vermeintlichen Volksnähe zu stören“, hieß es in einem Beitrag auf Indymedia.

Der Regierende zeigte sich noch am Mittwochvormittag unbeeindruckt von der Ankündigung, dass seine Kieztour durch Neukölln gestört werden sollte. Er rechne nicht mit größeren Aktionen, sagte er dem Tagesspiegel. Er erinnerte daran, dass auch andere geplante Protestaktionen gegen ihn, etwa der Flugroutengegner, ohne größere Resonanz geblieben seien.

+ + U P D A T E + + U P D A T E + + U P D A T E + +

Der Tagesspiegel hat den oben zitierten Artikel in wichtigen Details korrigiert und eine andere Version Online veröffentlicht. Wowereits und Buschkowskys Blödgequatsche kommt nun mehr vor. Die taktischen Erwägungen der Polizei sind ganz verschwunden. So, wie oben dokumnetiert, wurde der Artikel gestern abend veröffentlicht. Jetzt kann mensch folgendes lesen. Selbst die Überschrift wurde geändert. Ein Lehrstück in medialer Intervention und Medienmanipulation.

Kaum Störversuche bei Wowereits Auftritt in Nord-Neukölln

Am Mittwochnachmittag trat Klaus Wowereit in der Karl-Marx-Straße in Neukölln auf. Die linke Szene hatte zuvor dazu aufgerufen, dem Regierenden „die Tour zu vermiesen“. Doch der blieb cool.

Der Auftritt des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit in der Neuköllner Karl-Marx-Straße, der am Mittwochnachmittag im Rahmen seiner „Kieztour“ stattfand, ist ohne nennenswerte Störungen abgelaufen. Unter den etwa 200 Personen, die der Auftritt des SPD-Politikers anlockte, waren nur kleinere Gruppen mit Transparenten („Die verdammten Mieten sind zu hoch“), auch gab es bei seiner Rede einige Zwischenrufe – die im Internet angekündigten massiven Störversuche aber blieben aus.

Vorsichtshalber war die Polizei mit großem Aufgebot präsent, uniformiert wie auch in Zivil. Die Ankündigungen in der linken Szene im Vorfeld der „Kieztour“ durch Neukölln waren deutlich gewesen: Bislang sei Wowereits Wahlkampftour ungestört verlaufen, doch „dies könnte sich bei den folgenden Terminen ändern.

Spätestens in Neukölln wird Protest nicht ausbleiben“, hieß es auf „Indymedia“, einem linken Internetportal. Auch auf anderen Webseiten hatte die linke Szene massiv dazu aufgerufen, Wowereit „die Tour zu vermiesen“.

Die dadurch vorgewarnte Polizei sprach schon lange vor Wowereits Erscheinen gezielt Personen vor Ort an, die sie als mögliche Störer einschätzte – und wies darauf hin, dass Störversuche zu einer Anzeige führen könnten. Vielleicht auch deswegen blieb es auf der „Kieztour“ ruhig, die Wowereit gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) absolvierte und die ihn auch ins Kinderkünstlerzentrum in der Ganghoferstraße führte. In seiner Rede hob er unter anderem den Nutzen des neuen Flughafens Schönefeld für den Bezirk aus, der 40 000 Arbeitsplätze bringen werde. Auch zum Problem steigender Mieten äußerte sich Wowereit: „Wenn die Wirtschaftskraft Berlins steigt, wird man steigende Preise nicht aufhalten können.“ Dem Mangel an 1- bis 2-Zimmer-Wohnungen in einigen Quartieren müsse man jedoch gegensteuern. Zudem sprach sich Wowereit dafür aus, 30 000 neue bezahlbare Wohnungen zu schaffen.

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Rechtsbruch, massenhaft Sicherheitskräfte und bezahlte Applaudeure http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/31/platz-der-stadt-hof-31-08-2011/ http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/31/platz-der-stadt-hof-31-08-2011/#comments Wed, 31 Aug 2011 18:14:12 +0000 neuköllner_innen Berichte http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/31/platz-der-stadt-hof-31-08-2011/ Die SPD wollte, daß 500 Menschen zum internen Wahlkampfmonolog ohne Publikumsbeteiligung auf den Platz der Stadt Hof kommen sollten. Und wie gewünscht, waren sie da. Auch wenn es höchstens 200, eher aber 100-150 Neuköllner_innen waren. Die Hälfte davon waren übrigens Sicherheitskräfte – ohne die seit Wochen eingeführte persönliche Kennzeichnung – und ein paar Dutzend Zivis, welche die langweiligste Veranstaltung, die je in Neukölln stattfand, fast schon gekesselt hatten. Ansonsten waren ein paar Dutzend stille Protestierende da. Die eilig herbei telefonierten Sozialdemokrat_innen wirkten irgendwie desinteressiert und wenig in missionarischer Laune. Parteiwerbung sind die Wahlschläfer_innen wenig los geworden. Übrigens hat allein die Ankündigung des Protestes für Presseinteresse gesorgt.

Die taz war da. Der Tagesspiegel auch und hat schon einen relativ langen Artikel veröffentlicht. Interessant ist, daß allein die Nicht-Anmeldung einer Demo die Polizei offenbar ganz schön unter Druck setzte. Kurz, Wowereit und Buschkowsky haben abgesprochene Fragen beantwortet, die der_ie sozialdemokratische Animator_in routiniert gelangweilt abspulte. Die Antworten waren uniteressant. Die Themen im Kiez wurden nicht angesprochen. Aufwertung und Vertreibung von Neuköllner_innen wurde nicht besprochen. Die Situation der Roma im Kiez kam ebenfalls nicht vor. Die massiv steigenden Mieten wurden verharmlost und als quasi nichtexistent verkauft.

Die circa ein Dutzend SPD Applauder_innen gefiel’s, die anderen circa 50-60 Menschen waren wenig beeindruckt. Wirklich ein fetter Reinfall war diese Veranstaltung für Wowereit, Buschkowsky und die SPD. Statt 500 kamen vielleicht 200. Davon waren circa 60-70 uniformierte Polizist_innen. Weitere ungefähr 20-25 Zivis trieben sich rum. Der Rest protestierte und ging schnell wieder. Die SPD intessiert sich null für Neukölln und die Probleme im KIez. Wowereit versteht gar nix, weil er mehr damit zu tun hat sich auf dem Podium als großer Max zu inszenieren. „Klaus im Kiez“ hat mit Kiez wenig zu tun! Einfach nur lächerlich.

Trotzdem war der Nachmittag erfolgreich. Nur allein die Ankündigung von Wut führt zu einem massivem Aufgebot von Sicherheitskräften. Passant_innen fragen sich, wie mehrfach zu hören war, warum die Politker_innen soviel Schiß haben und sich schützen lassen. Des Weiteren dekonstruiert die Anwesenheit der Presse bei angekündigten Protesten, die Irrelevanz von Themen bei der täglichen Berichterstattung. Erst, wenn es knallen könnte, lohnt es sich zu berichten. Die Enttäuschung, daß es gar nicht dazu kam, entlarvt ebenfalls die Unsicherheit.

Also, die Mission wurde gleich doppelt erfüllt!

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Klaus in Nord-Neukölln begrüßen! http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/30/wowereit-kommt-nach-nord-neukoelln/ http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/30/wowereit-kommt-nach-nord-neukoelln/#comments Tue, 30 Aug 2011 11:31:18 +0000 neuköllner_innen Termine http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/30/wowereit-kommt-nach-nord-neukoelln/ Klaus Wowereit wird morgen am Platz der Stadt Hof nicht so freundlich begrüßt werden, wie er das gerne hätte. Es mobilisieren zur Veranstaltung des großen Berlin-Verstehers mit Hang zur Belanglosigkeit einige Kiez-Initiativen, Berliner Bündnisse und andere engagierte Aktivist_innen. Schon am 25. August veröffentlichte die Pressegruppe zur großen Mietenstopp Demo am 3. September eine Presseerklärung (pdf) mit einem Hinweis auf den Protest. Gestern wurde unser Aufruf auf dem Blog Nachrichten aus Nord-Neukölln der Stadtteilinitiative Schillerkiez publiziert. Heute zog Analyse Kritik Aktion nach und schloß sich dem Protest mit einer eigenen Unterstützungerklärung an. Wir dokumentieren hiermit den Text.

Seit dem 18. August ist Klaus Wowereit unterwegs in den Bezirken Berlins. Die SPD nennt diese Tour fälschlicherweise “Klaus im Kiez”, obwohl er doch in erster Linie auf der Bühne steht. Nur in der Wilmersdorfer, in Charlottenburg, schlenderte er durch die renommierte Einkaufstraße. In Steglitz, in Prenzlauer Berg am durchgentrifizierten Kollwitzplatz (heute Pankow), am Mehringplatz in Mitte (und eben nicht in Kreuzberg) oder in Lichtenberg und Schöneweide stand er nur auf der Bühne und keine_n hat’s interessiert. Nicht mal die Boulevardpresse oder der Tagesspiegel war es ein Bericht wert. In Neukölln wird es am 31. August womöglich anders aussehen. Schließlich mobilisieren “wütende Neuköllner_innen” unter dem Motto “Aus der Klaus” zur kritischen Intervention gegen das Wahlkampfspektakel des Regierenden Bürgermeisters.

Der Klaus, so erzählte er rbb Aktuell bei seinem Besuch der Gropiuspassagen in Neukölln, liebt den direkten Kontakt mit der Bevölkerung. Er freut sich unter Menschen zu sein, und freundlich aufgenommen zu werden. Solange es um Sympathie, seine Frisur und ähnlichen belanglosen Smalltalk geht, ist auch alles in Ordnung. Wenn es dann doch mal kritischer werden kann, muß aber schon eine Bühne her. Damit die Nähe doch nicht zu groß ist und die Hierarchien wiederhergestellt werden können – nämlich ihr da unten die Berliner_innen und Ichklaus, der Lächelnde, hier oben. Mit dem Platz der Stadt Hof hat sich Klaus Wowereit einen Ort gewählt, der sich in unmittelbarer Nähe zu den aktiven und informellen Akteuren in Nord-Neukölln befindet. Schließlich sind die zahlreichen Büros der aus Bezirksmitteln finanzierten Imagekampagne Aktion! Karl Marx Straße in gleich gegenüber. Aber auch das Kunst- und Kulturestablishment residiert nur ein paar Meter entfernt.

So ist in den Karl-Marx-Straße-Passagen der Verein Kulturnetzwerk e.V. zu finden – oder besser gesagt aufgrund fehlender Klingelschilder oder ähnlicher Kennzeichnung nicht zu finden – der im Zuge des gescheiterten PR-Festivals 48 Stunden Neukölln in einem Aufruf und der dazugehörigen Unterschriftensammlung um mehr 1-Euro-Jobber_innen, eine Künstler_innen-Tafel und mehr Subventionen bettelte. Wie auf diesem Blog schon zu lesen war, ignorieren die Stadt- und Staatskünstler_innen allerdings jeden Bezug zu den sie umgebenden sozialen Verhältnissen und der Verdrängung marginalisierter Menschen aus Neukölln.

Diese Ignoranz setzt sich bei der vom Bezirksamt Neukölln an die Brandenburgische Stadterneuerungsgesellschaft delegierte Imageverbessungskampagne Aktion! Karl Marx Straße fort. Federführend im Projekt ist, wie schon bei der Aufwertung und Verdrängung im Schillerkiez, das umtriebige Potsdamer Gebäudesanierungs- und Stadterneuerungsunternehmen BSG. Horst Evertz leitet die Projektsteuerung und residiert in der Karl Marx Straße 117, genau an der Ecke gegenüber vom Platz der Stadt Hof. Der zweite wichtige Akteur innerhalb der Aktion! Karl Marx Straße ist die Agentur dieraumplaner mit Sitz in Tiergarten. Der Verantwortliche ist hierbei Philip Gehrke, der am 31. August bei einer geschlossenen Veranstaltung zu Aufwertungsstrategien für Nord-Neukölln in der Kindl-Brauerei dabei sein wird. Hier lohnt sich bestimmt auch ein Besuch!

Nur ein paar Meter die Karl Marx Straße runter residiert der umtriebige Sozialdemokrat und seit zehn Jahren amtierende Bürgermeister, Heinz Buschkowsky. Er kämpft schon lange für den Austausch der Bevölkerung und eine Verdrängung marginalisierter Menschen aus Neukölln, nur nennt er dies süffisant “soziale Durchmischung des Kiezes” . Er möchte, daß vermeintlich unkontrollierbare soziale Gruppen und sogenannte Parallelgesellschaften durch kreative und solvente Bürger_innen ersetzt werden.

Sein Konzept der „sozialen Kontrolle“ wurde insbesondere durch den antiziganistischen Migrationsbeauftragten, Arnold Mengelkoch, konkretisiert und als umfassender Repressions- und Überwachungsapparat praktisch umgesetzt. Vernetzt, ämterübergreifend und unter Beteiligung der Sicherheitsorgane gehen städtische Beamt_innen gegen marginalisierte Menschen vor. Betroffen sind hierbei vor allem Sinti und Roma, die bewußt aus dem Kiez vertrieben werden. Die ökonomische Aufwertung der Quartiere hat hierbei die schon bekannte Brandenburgische Stadtsanierungsgesellschaft mbH und die von ihr betriebenen Quartiersmanagmentbüros und ihre Kampagnen übernommen.

Also, Klaus Wowereit dürfte sich – so glaubt er offenbar – auf dem Platz der Stadt Hof wohl fühlen. Die zahlreichen Imageverbesserungsaktivitäten sorgen seit Jahren für oberflächliches und weichgespültes kreatives Potenzial im Kiez. Neue Ketten, Standardläden, austauschbare Cafés und Restaurants wurden angezogen, aufgehübscht und hochglanzglitzernd präsentiert. Die Neuköllner Oper dürfte er auch schon kennen – den Leuchtturm und Ausgangspunkt einer Kulturrevolution im Kiez, die auch Kulturbegeisterte aus den gentrifizierten Innenstadtbezirken auf der Suche nach morbidem Charme anlockt.

Damit sich Klaus Wowereit nicht ganz so wohl fühlt, wie er zu hoffen scheint, und um ihn mit der Wut im Kiez zu konfrontieren, schließen wir uns dem Aufruf zur Störung der SPD-Wahlkampfveranstaltung.

31. August, Platz der Stadt Hof – 16 Uhr
Wahlkampfspektakel durchbrechen!
Klaus aus dem Kiez jagen!

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Lächeln, lächeln und nochmals lächeln! http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/29/laecheln-laecheln-und-nochmals-laecheln/ http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/29/laecheln-laecheln-und-nochmals-laecheln/#comments Mon, 29 Aug 2011 21:29:15 +0000 neuköllner_innen Berichte http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/29/laecheln-laecheln-und-nochmals-laecheln/ Die Postille für den stilsicheren Salonfaschisten und konservativrevolutionären Nazi „Junge Freiheit“ hat in einem Artikel vom heutigen Montag vor einer Jagd auf Politiker_innen durch die „linksradikale Szene“ gewarnt. Wir müssen uns aber schon wundern, daß ausgerechnet die verbalradikalen Freunde der ungepflegten Diffamierung und Herabwürdigung von Politiker_innen „links“ der Pro Bewegung und der Freiheit sich über Politiker_innen-Schelte echaufieren. Besonders amüsant ist, daß dieser Blog und der Aufruf zur kritischen Intervention beim Besuch von Klaus Wowerei am Mittwoch der Aufhänger zur Story ist. Sehr viel interessanter ist aber, das „Aus der Klaus“ ein Initiator sein soll. Wir verbitten uns auf’s Schärfste in eine Genderrolle gedrängt zu werden. Wenn schon sind wir Initiator_innen! Und mit der Störung der Gysi-Veranstaltung hatten wir wenig zu tun. Wir empfehlen unbedingt den entsprechenden Artikel genauer zu lesen. Hier übrigens der relavante Teil des Artikel der geschniegelten Nazi-Publizist_innen. Köstlich!

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31.8. Rathaus Schöneberg – Mieter_innen gegen Vertreibung http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/29/31-august-11-mieter_innen-gegen-vertreibung/ http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/29/31-august-11-mieter_innen-gegen-vertreibung/#comments Mon, 29 Aug 2011 08:59:33 +0000 neuköllner_innen Termine http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/29/31-august-11-mieter_innen-gegen-vertreibung/ Andrej Holm war bei einer CDU-Veranstaltung zur Gentrifizierung in Schöneberg und mußte feststellen, daß die Politik keinerlei Sensibilität und Interesse hat sich mit den Bedürfnissen der Mieter_innen auseinanderzusetzen und sich wenigstens oberflächlich um einen Interessenausgleich zu kümmern. Wie nicht anders zu erwarten war, was er in einem Beitrag für den Gentrificationblog ausführlich erläutert, scheiterte die Podiumsdiskussion an der Ignoranz der Podiumsdiskutant_innen, den konservativen Extremist_innen mit Hang zur physischen Auseinandersetzung im Publikum und der Unfähigkeit sich zur konkreten Vertreibung von Menschen aus dem Kiez zu positionieren und politische Lösungen überhaupt nur zu denken. Hintergrund ist der Abriß eines Hauses in der Barbarossastraße 59, wo in erster Linie marginalisierte Menschen leben. Ihnen durch die Zerstörung des Hauses und Ersetzung durch Luxuswohnungen nicht nur das Dach über dem Kopf genommen, sondern sie werden auch aus dem Kiez vertrieben. Deshalb rufen die Mieter_innen für den 31. August ab 16 Uhr zu einer Kundgebung vor das Schöneberger Rathaus. Wir unterstützen den Mieter_innen-Kampf in Schöneberg und werden in Neukölln, bei der Wowi-Show auf die Vertreibung der Mieter_innen aus der Barbarossastraße 59 hinweisen!

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31.8. Kindl-Brauerei: Strategien für Nord-Neukölln http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/25/31-8-kindl-brauerei-strategien-fuer-nord-neukoelln/ http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/25/31-8-kindl-brauerei-strategien-fuer-nord-neukoelln/#comments Thu, 25 Aug 2011 08:40:05 +0000 neuköllner_innen Termine http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/25/31-8-kindl-brauerei-strategien-fuer-nord-neukoelln/ + + U P D A T E + + Die Neuköllner Kulturszene, die sich aber eher als Marketing-Unternehmen oder PR-Agentur inszeniert, fragt sich nonchalant, wie es in Nord-Neukölln weitergehen soll. Um das auch ordentlich diskutieren zu können, lädt die „professional urban space services“ Firma in:polis – mit Sitz im hippen Prenzl‘ berg – und der komische Verein zuhause am 31. August zur Diskussion „Welche Strategie für Nord-Neukölln?“ ab 19 Uhr in die Kindlbrauerei ein. Den Einladungstext von in:poli auf ihrem Blog Place Managment & Branding gibt es nur auf englisch, aber auf unseren „Hinweis“ hin wurde offenbar die deutsche pdf-Datei heute hochgeladen aber selbstverständlich auf sie ebenfalls in englisch hingewiesen. Wie wär’s noch mit türkisch, arabisch, russisch, polnisch, rumänisch, bulgarisch, ungarisch usw.

Die Firma in:polis übrigens kümmert sich, wie auf ihrem Blog zu lesen ist vor allem um „place managment & branding“. Was der zuhause e.V. macht, ist unklar – Projekte und Selbstverständnis sind nicht vorhanden. Die Präsentation von in.polis ist schon eindeutiger. Als PR-Agentur organisiert die Firma Konferenzen, Kampagnen und die sogenannte Raumbewirtschaftung. Der Internetauftritt und der Blog sind konsequent einsprachig und richtet sich in englischer Sprache offenbar weniger an Berliner_innen, sondern an zukünftige Investor_innen. Selbst die Einladung zur Podiumsdiskussion ist in englisch (bis auf bei Facebook). Eine Ankündigung in anderen Sprachen wurde nicht veröffentlicht, sondern an ausgewählte Menschen rumgeschickt. Außerdem muß Mensch sich anmelden, um teilnehmen zu dürfen. Deshalb hier der Einladungstext in deutsch, entnommen von einem klandestin verbreitetem pdf-Text.

INPOLIS GmbH, zuhause e. V. sowie die Vollgut GmbH laden Sie herzlich zu einer Veranstaltung zum Thema der lokalen Stadtentwicklung in Neukölln ein.

Ausgangspunkt ist die räumliche Bündelung unterschiedlicher Instrumente der Stadtentwicklung im Norden Neuköllns. Der innerstädtische Teil des Bezirks ist nicht nur ein annähernd flächendeckendes Quartiersmanagement-Gebiet, sondern gilt im Bereich der Karl-Marx-Straße und der Sonnenalle seit 2011 ebenfalls als städtisches Sanierungsgebiet. Dazu kommt ebenfalls der Vorschlag von Bündnis 90 / die Grünen den Norden Neuköllns im Rahmen einer sozial-ökologische IBA Berlin 2020 als ein Modellquartier auszuweisen.

Daran anknüpfend stellen sich die Fragen: Welche Strategien sind die Richtigen für Nord-Neukölln? Welche Potenzial birgt die Bündelung der verschiedenen Instrumente städtischer Entwicklung und welche Überschneidungen könne entstehen? Gibt es einen integrativen Ansatz, Stadtentwicklung sowie Kultur und Wirtschaft gemeinsam zu denken? Besteht bei einer Aufwertung die Gefahr von Verdrängung und Ausgrenzung?

Ein Besuch lohnt sich also. Schließlich sitzt eine illustre Schar auf dem Podium. Die Aufwertungsfreundin Franziska Eichstädt-Bohlig (B90 / Grüne) darf über ökologische Sanierung und damit eingehergehende (erwünschte) soziale Vertreibung reden. Die polarisierende Neuköllner Kulturamtsleiterin Dr. Dorothea Kolland wird, mit Erlaubnis des Patriarchen von Neukölln, Klartext über Migrant_innen, Rroma und Künstler_innen reden. Clemens Mücke – von der Neuköllner Wirtschaftsförderung – ist ebenfalls dabei. Philip Gehrke, der Mitarbeiter der urban space Managmentfirma dieraumplaner und Verantwortliche für das Citymanagment der Karl-Marx-Straße im Rahmen der Aktion! Karl Marx Straße der Brandenburgischen Stadterneuerungsgesellschaft mbH (BSG), wird einiges zu intransparenter Netwerkerei zur Imageverbesserung sagen können. Und der Geschäftsführer von in:polis wird ganz bestimmt so nette Worte wie Portfolio, Benchmark, New Cologne Branding oder urban creativity sagen dürfen, allerdings ohne zu erläutern, was (sozial) dahinter steckt.

Also, am besten zu erst dem Klaus die Meinung sagen und dann ab in die Kindl Brauerei – die Marketingärsche anpöbeln!

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MieterInnen stören Wahlkampfveranstaltung mit Gysi http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/24/mieterinnen-stoeren-wahlkampfveranstaltung-mit-gysi/ http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/24/mieterinnen-stoeren-wahlkampfveranstaltung-mit-gysi/#comments Wed, 24 Aug 2011 16:13:59 +0000 neuköllner_innen Berichte http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/24/mieterinnen-stoeren-wahlkampfveranstaltung-mit-gysi/ Nicht nur Wowereit kann keine_r leiden. Auch die sogenannte Linkspartei hat so ihre Probleme bei der Inszenierung ihrer Arbeit für die Berliner_innen. Hier ein Bericht der Initiative gegen Mietpreiserhöhungen und Verdrängung Alt-Treptow zur kritischen Intervention bei einer Veranstaltung der Linken in Treptow mit Gregor Gysi, ehemaliger Finanzsenator und der einzige Medienliebling der Partei. Hier der Artikel.

Gregor Gysi, Ines Feierabend und Phillip Wohlfeil haben am Dienstag den 9.8.2011 in das Cafe „Provinz“ in Alt-Treptow, Berlin, geladen. Cirka 20 – 25 Menschen aus MieterInneninitativen und Stadtteilgruppen hatten sich mit Plakaten und Schildern dort postiert. Ein kleines Spalier wurde für die PolitikerInnen gebildet, durch das diese gehen mussten. Einige AktivistInnen haben sich auch in das Publikum gesetzt. Der größere Teil der AktivistInnen hatte keine Lust dem rhetorisch gut geschulten Gysi zuzuhören und blieb verständlicherweise draußen. Dort waren auch lustige Schilder zu sehen (siehe Fotos unten).

Der Regierungspartei „Die Linke“ wurde von einigen Anwesenden die Beteiligung an einer neoliberalen Stadtpolitik der letzten Jahre vorgehalten. Die Privatisierung von 150.000 Wohnungen und eine Politik der Mieterhöhung und Verdrängung wären konkrete Beispiele. Zuvor waren Gysi und seine Sicherheitsbeamten bereits auf der Wagenburg Lohmühle gewesen (schicket Foto janz unten). Unterwegs blieben sie an den lustigen Plakaten hängen die derzeit in vielen Stadtteilen kleben: Die Grinsepolitiker! (Künast, Wowereit, Wolf) Das Plakat welches Gysi besonders interessierte bildete seinen Genossen Wolf ab. Mit dem schönen Vermerk: „In 8 Jahren 35 Sozialwohnungen gebaut. DIE LINKEn uns“!

Die Veranstaltung diente vor allem der eigenen Partei und ihrer Mobilisierung für den Wahlkampf. Doch selbst an der Basis rumorte es. In einem persönlichen Gespräch mit Karla Pappel haben sich Linksparteimitglieder fast enttäuscht gegeben das die Veranstaltung nicht stärker gestört wurde. Die Unzufriedenheit mit der neoliberalen Partei scheint in den eigenen Reihen auch deshalb so groß zu sein weil viele Leute unter dem Mieterhöhungsdruck leiden, den auch die eigene Partei mitzuverantworten hat, so eine Basisaktivistin aus Lichtenberg. Sie findet keine bezahlbare Wohnung mehr.

Die Störung der Wahlkampfveranstaltung bildet nur den Auftakt für weitergehende Aktionen einer sich formierenden außerparlamentarischen MieterInnenbewegung! Wenn die Linkspartei nach acht Jahren Regierung jetzt in diesem Wahlkampf formuliert: „Die Mieter vor Wildwest schützen“ ist das ein Hohn! Unsere Antwort: Die Parteien vertreten uns MieterInnen nicht! Am 3.9.2011 wird sich diese Bewegung mit der Mietenstoppdemonstration einen sichtbaren Ausdruck geben! Es wäre toll Euch da zu treffen!

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Unter Schwaben in Berlin http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/24/unter-schwaben-in-berlin/ http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/24/unter-schwaben-in-berlin/#comments Wed, 24 Aug 2011 16:05:44 +0000 neuköllner_innen Berichte http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/24/unter-schwaben-in-berlin/ Der Klaus war gestern am Kollwitzplatz. Dort scheint zwar weniger Berlin als Stuttgart zu sein, dennoch konnte er die wenigen Neugierigen verstehen. Protest gab es, trotz Wutbürger_innen-Reizthema Mauerpark und Kastanienallee, gar nicht. Die Pankower_innen saßen wahrscheinlich eher in den Cafès, waren vor dem Regen auf der Flucht oder haben gar nicht mitbekommen, daß der große Berlin Versteher bei ihnen vor die Haustür gekommen war. Vielleicht sind aber die Schwab_innen auch gar nicht in Berlin gemeldet, sondern immer noch in Nürtingen, in Neckarsulm oder sonstwo.

In Neukölln wird es anders aussehen. Selbst das Künstler_innen-Establishment rebelliert gegen den Senat und den Bezirk. Eine Unterschriftensammlung der Vereine Kulturnetzwerk und Schillerpalais kämpft elitär und sozialchauvinistisch, wie Analyse Kritik Aktion schreibt, „Für den Erhalt der Neuköllner Kulturszene“ mit mehr Geld, mehr 1-Euro-Jobber_innen, mehr prekäre Künstler_innen und für eine Künstler_innen-Tafel.

Außerdem gibt s da noch die Buşkowsky Jugend, die für Monokulti, mehr Kartoffeln und die Salbung von Heinz Buschkowsky zum Patriarchen von Neukölln kämpft. Ein schwuler Multikulti-Freund dürfte der BJ gar nicht gefallen. Der hat ja nicht mal was gegen Migrant_innen, Muslim_innen, Roma oder andere nicht-deutsche (weiße) Menschen.

Also, das Protestpotenzial in Neukölln reicht von ganz „rechts“ über die unpolitische Künstler_innen-Elite der Mitte bis zu den linksradikalen Chaoten_innen-Rändern. Das wird ein Spaß!

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Ich geb ’nen Fick an die Scheiße! http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/24/ich-geb-nen-fick-an-die-scheisse/ http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/24/ich-geb-nen-fick-an-die-scheisse/#comments Wed, 24 Aug 2011 11:23:07 +0000 neuköllner_innen Subversive Kultur http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/24/ich-geb-nen-fick-an-die-scheisse/ Wowereit flaniert immer noch froh und munter durch die Stadt, schüttelt Hände und schlürft Bierchen. Die Grünen und ihre I-will-only-reign-when-I‘m-winning Kandidatin Renate müssen langsam Einsehen, daß es nix mit der Regierung wird und wieder mal nur der Katzentisch übrig bleibt. Der andere Klaus mosert rum, weil ihm die Bundespartei fidelnd dazwischen funkt, obwohl er doch selbst gerne am Cuba libre nascht. Und auch der Anti-Multikulti Aktivist Heinz Buschkowsky, im Nebenberuf Bezirksbürgermeister von Neukölln, hat Antiziganismus vollends entdeckt und zieht mit fremdenfeindlicher Panikmache in den Wahlkampf. Dieses Spektakel nervt. Deshalb schnappt euch ’nen fettes Soundsystem, stellt euren eigenen Soundtrack gegen Gentrifizierung, Sozialchauvinismus und Xenophobie zusammen und kommt am 31. August um 16 Uhr zum Platz der Stadt Hof. Hier schonmal ein Paar musikalische Leckerbissen! Übrigens inspiriert von den Tonlagen der Aufwertung auf‘m Gentrification Blog. Also, start the beat and rock the hood!

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Die Sendung mit dem Klaus http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/23/die-sendung-mit-dem-klaus/ http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/23/die-sendung-mit-dem-klaus/#comments Tue, 23 Aug 2011 11:21:57 +0000 neuköllner_innen Informationen http://ausderklaus.blogsport.de/2011/08/23/die-sendung-mit-dem-klaus/ Klaus „stei­gen­de Mie­ten sind ein gutes Zei­chen für Ber­lin“ Wo­wer­eit fühlt sich wohl als Re­gie­ren­der Bür­ger­meis­ter und will es auch blei­ben. Selt­sa­mer­wei­se schei­nen alle die so­zia­len Ver­bre­chen, die unter sei­ner Ägide zu­las­ten der Ber­li­ner/innen mit ge­rin­gen Ein­kom­men durch­ge­drückt wor­den sind, ihm in der Wäh­ler­gunst kaum etwas an­zu­ha­ben. Das wol­len wir im Sinne der Auf­klä­rung gerne än­dern. Ge­le­gen­hei­ten, den Re­gie­ren­den mit sei­ner ei­ge­nen Po­li­tik zu kon­fron­tie­ren, gibt es ei­ni­ge. Wir haben nur mal jene Ter­mi­ne auf sei­ner In­ter­net-​Sei­te her­aus­ge­pickt, wo uns vor Ort Mie­ter/in­nen-​Pro­tes­te zu Ohren ge­kom­men sind. Weitere Termine und gesamter Text bei Mietenstopp

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